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Lieder der Bibel (2) – Jesus und unser Lied

Im zweiten Teil der Reihe „Lieder der Bibel“ von Ron Man geht es um Jesus. Er stimmt in der Gemeinde ein Loblied an. Wie genau dieses Lied klingt und welche Worte Jesus dabei gebraucht ist uns nicht bekannt. Was wir aber sehen können ist, welchen Einfluss diese Tatsache auf unseren Lobpreis hat. Wenn Jesus für, mit und vor uns singt, dann ist das nicht ohne Bedeutung.

Hebräer 2,12 ist ein bemerkenswerter kleiner Vers. Darin lernen wir, wie wir unsere Praxis der Anbetung und des Gesangs in der Kirche einordnen müssen.

Der Schreiber des Hebräerbriefs zitiert aus Psalm 22. Doch er schreibt die Worte Jesus selbst zu.

Er verweist dabei auf das zweifache Vermittlungsamt unseres lebenden Hohepriesters:

  1. Er offenbart uns den Vater und
  2. vertritt uns vor dem Vater als unsere Antwort auf den Lobpreis.

Weil Jesus in unserer Mitte den Lobpreis anstimmt, hat das vier Auswirkungen auf unser eigenes Lied.

1. Er singt das wichtigste Lied

Christus hat durch das Kreuz den Weg zum Vater geöffnet. Weil er lebt und mit uns gegenwärtig ist, kann er uns mit sich in die Gegenwart des Vaters nehmen.

Weil wir „in Christus“ sind, und nur deshalb, können wir uns dem Thron nähern. Weil wir nur in und durch Christus kommen, wie Reggie Kidd betont:

„Lassen Sie mich sagen, dass jede Gruppe ihre eigene Stimme mitbringt, aber keine Gruppe die offizielle Stimme. Eine Stimme singt über ihnen allen, und diese Stimme singt in all ihren Stimmen und schließt niemanden aus. Seine singuläre Stimme ist auf eine Vielzahl von Menschen verteilt.“

2. Er leitet unser Lied

Johannes Calvin sagte in seinem Hebräerkommentar, dass Christus in 2,12 als „der Hauptdirigent unserer Hymnen“ dargestellt wird.

Er ist der einzig wahre und vollkommene Anbetungsleiter. Die menschlichen Anbetungsleiter vertreten ihn einfach, so wie die menschlichen Prediger Christus in seiner Rolle als Verkünder des Namens des Vaters vertreten.

3. Er vollendet unser Lied

Was unser Lied im Gottesdienst annehmbar und dem Vater wohlgefällig macht, ist die Tatsache, dass der Herr Jesus es in unserem Namen vor den Vater bringt. Nicht die Vortrefflichkeit unserer Leistung, sondern die Vortrefflichkeit seines Sohnes macht das Lobopfer des Vaters würdig.

In Christus brauchen wir uns nie Gedanken darüber zu machen, ob wir oder unsere Anbetung oder unsere Lieder „gut genug“ sind!

4. Er singt mit uns mit

Wo immer wahre Anbetung und gottgefälliges Singen stattfindet, ist unser Hohepriester in unserer Mitte und singt an unserer Stelle. Er singt in unserem Namen und als unser Führer das Lob des Vaters.

Wie T. F. Torrance schrieb:

„Es gibt nur einen Weg, um zum Vater zu kommen, nämlich durch Christus in der Gemeinschaft des Geistes und in der Gemeinschaft der Heiligen, welche äußere Form unsere Anbetung auch haben mag.“

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