„O lasset uns anbeten“ oder doch nur Geschenke…?

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Tannenbaum, Weihnachtsmarkt und mehr gehören zu einem schönen Weihnachtsfest dazu, aber wie haben die Engel, Hirten und Weisen eigentlich Weihnachten gefeiert?

Ben Luca Hornik

Warum Weihnachten ein Anbetungsfest ist! Let’s go back to the Roots!

Vor diesem Blogeintrag habe ich nicht verstanden, dass Weihnachten ein Fest der Anbetung ist. 

Meine Mama macht Punsch, der Kamin knistert, die Lichterketten erleuchten das Wohnzimmer, leckeres Essen an jeder Ecke, das Weihnachtsmusical am 24.,… Das war ein wichtiger Teil meines Verständnisses von Weihnachten.

 Mir war immer bewusst, dass man Jesu Geburt feiert und dass daraus auch die Tradition des Beschenkens kommt. „Gott beschenkt uns mit seinem Sohn und deswegen beschenken wir einander.“

Mit den Liebsten zusammen sein, gutes Essen genießen und die Gemeinschaft erleben. „Das ist doch das, was Gott für uns will“ dachte ich. „Es muss ein riesiges Fest im Himmel gewesen sein, als Jesus geboren ist.“

Wie verdreht und egoistisch!

Diese Worte klingen vielleicht hart, aber ich kam zu diesem Entschluss, als ich anfing mich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Ich habe gewusst, dass es an Weihnachten um Jesu Geburt geht, aber inwiefern ich eine Rolle darin spiele, war mir nie klar. 

Warum heißt es denn in dem klassischen Weihnachtslied „Herbei, Oh ihr Gläubigen“ – „Oh lasset uns anbeten“?

Was ist Anbetung überhaupt und was hat Weihnachten damit zu tun?

Kurz gesagt ist Anbetung die Antwort bzw. die Reaktion auf eine Offenbarung Gottes. Anbetung geschieht…

  1. mit einer demütigen und hingegebenen Haltung vor Gott.
  2. in einer dienenden und opferbereiten Handlung für Gott.
  3. in der Beziehung mit Gott.

Die Geburt Jesu ist DIE Offenbarung Gottes schlechthin. Der Christus, durch den das Universum kreiert wurde, der schon zu Beginn der Schöpfung anwesend war, wird Mensch und dazu noch geboren in einem Stall, liegend in einer Futterkrippe. So nah und so begreiflich für die Menschen wurde der Heilige Gott noch nie.

Und wie reagierten nun die Personen auf die Offenbarung Gottes?

Infolgedessen habe ich die drei Personengruppen betrachtet, welche in dem Matthäus und Lukas Evangelium erwähnt werden.

  1. Die Engel

Lukas 2:13-14 SCH2000

„Und plötzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Herrlichkeit [ist] bei Gott in der Höhe und Friede auf Erden, [und] unter den Menschen [Gottes] Wohlgefallen!“

Ihre Antwort ist ein Lobgesang für Gott. Dieses Lob zeigt, wie die Engel nicht anders können als zu singen und Gott zu loben für den, der er ist. 

  • Die Hirten

Lukas 2:20 SCH2000

„Und die Hirten kehrten wieder um und priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Ihre Antwort spiegelt sich in dem Lob und Preis wider, die sie Gott für die Offenbarung geben. Sie sind dankbar, dass sie ein Stück Gott „schauen“ durften.

  • Die Weisen aus dem Morgenland

Matthäus 2:11 SCH2000

„und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe.“

Ihre Antwort drücken sie nicht verbal aus, sondern nonverbal in reinen Taten. Körperlich werfen sie sich nieder, beten an und geben ihre Schätze ab. Sie erkennen ihre Stellung vor dem König an, erweisen ihm Ehrerbietung und sind sich nicht zu schade, ihm ihre Schätze zu opfern.

Wie antwortest DU auf die Offenbarung Gottes?

Ich komme zum Schluss und merke, dass die erste Weihnachtsfeier von Dankbarkeit, Demut, Ehrerbietung, Lob, Dienst und Opferbereitschaft geprägt war.

Keine Spur vom „Nehmen“, nur „freudiges Geben“!

Sind wir ein Konsum-Opfer der weihnachtlichen Traditionen und Bräuche geworden? Geht es nur darum, wie ich mir Weihnachten immer schöner machen kann? Oder lobe ich Gott wie die Engel, preise Gott für seine persönliche Offenbarung wie die Hirten und bin bereit meine Schätze ihm zur Verfügung zu stellen wie die Weisen aus dem Morgenland.

Weihnachten ist der Anfang des Heilsplans Gottes…

…so lasset uns anbeten!

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