Vorbild der Anbetung

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Anbetung findet nicht nur in der Gemeinde statt. Sie kann überall geschehen, in den einfachsten Momenten des Lebens, oft unerwartet.

Elias Löwen

Doch wie oft sind wir wirklich offen dafür, in den kleinsten Gesten Gottes Nähe zu erleben? Oft denken wir, dass Lobpreis nur das Singen oder Musizieren im Gottesdienst ist. Anbetung kann auch im Alltag sein.

Persönliche Erfahrung

Vor einiger Zeit saßen meine Frau und ich im Gottesdienst, meine Frau fragte mich etwas zu der Predigt als plötzlich unser kleiner Sohn, der erst zwei Jahre alt ist, seine Hände zum Gebet faltete – einfach so, mitten im Gespräch.

Ohne dass wir es ihm gesagt hatten oder ihn aufgefordert hatten, tat er das von sich selber aus. Dann bemerkten wir, dass der Prediger auf der Bühne in der Gemeinde gerade betete. In diesem Augenblick wurde mir bewusst, wie sehr Anbetung in einem Herzen entsteht, das sich Gott zuwendet, ohne dass es darauf vorbereitet oder erwartet wird.

Dieser Moment erinnerte mich daran, dass wahre Anbetung mehr ist als das, was wir in einem Gottesdienst tun. Sie ist eine Haltung des Herzens, die jederzeit und überall lebendig sein kann – selbst in den einfachsten und unscheinbarsten Momenten des Lebens.

Es war aber absolut authentisch und aufrichtig – und genau das ist die Art von Anbetung, die Gott gefällt. Wenn wir als Leiter diese Authentizität leben, können wir unsere Teams und Gemeinden zu einer echten, tiefen Anbetung führen.

Eltern als Vorbild 

Psalm 34,11

„Kommt, Kinder, hört mir zu! Ich will euch die Furcht des Herrn lehren.“

Es ist gut und wichtig, Kinder in der Ehrfurcht vor Gott zu unterrichten.

Matthäus 19,14

„Jesus aber sprach: Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn solchen gehört das Reich Gottes.“

Jesus fordert uns auf, die Kinder zu ihm zu bringen, und zeigt, wie wichtig es ist, sie in die Beziehung zu Gott einzuführen. Indem wir Kindern den Weg zu Gott zeigen, führen wir sie auch zu wahrer Anbetung und Lobpreis.

Psalm 78,4-6

„Wir wollen es ihren Kindern nicht verheimlichen, sondern es der kommenden Generation verkünden, die ruhmreichen Taten des Herrn und seine Stärke und die Wunder, die er getan hat. Er hat ein Zeugnis aufgestellt in Jakob und ein Gesetz in Israel, das er unseren Vätern geboten hat, ihren Kindern zu lehren, damit die künftige Generation es wisse, die Kinder, die noch geboren werden, und die es ihren Kindern wiederum erzählen.“

Anbetung durch Nachahmung: Ein Kind als Vorbild

Was mich an diesem Erlebnis mit meinem Sohn berührt hat, war die Tatsache, dass er Anbetung aus einem natürlichen Impuls heraus praktizierte. Er hatte es durch uns gelernt – durch das Beten vor den Mahlzeiten oder während der Gottesdienste. Aber in diesem Moment tat er es von sich selber aus. Das war ein Zeichen dafür, dass Anbetung nicht nur ein erlerntes Ritual ist, sondern ein natürlicher Ausdruck der Beziehung zu Gott. Es erinnert uns daran, dass wahre Anbetung nicht an Alter oder Bildung gebunden ist, sondern an die Haltung des Herzens.

Fazit

Dieser Moment mit meinem Sohn hat mir einmal mehr gezeigt, dass Anbetung nicht etwas ist, das wir kontrollieren oder planen können – sie ist eine natürliche Reaktion auf die Liebe Gottes. Wenn wir diese Haltung der Hingabe in unserem Leben pflegen, wird Anbetung zu einem lebendigen und fortwährenden Teil unseres Lebens.

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