Für mich ist das die Vertonung von Kolosser 2,13-15:
„Ihr wart ja tot in den Verfehlungen eurer unbeschnittenen sündigen Natur. Doch nun hat Gott euch mit Christus lebendig gemacht und hat uns alle Verfehlungen vergeben. Er hat den Schuldschein, der mit seinen Forderungen gegen uns gerichtet war, für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt. Er hat die Herrscher und Gewalten völlig entwaffnet und vor aller Welt an den Pranger gestellt. Durch das Kreuz hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen.“
Vers 1
Endlose Gnade, neu, jeden Tag.
Ich fand Vergebung, als ich Jesus traf.
War völlig verloren und suchte den Weg.
Was ich selbst nicht konnte, tat Jesus für mich.
Chorus
Oh, am Kreuz, da hat der Tod
sein Recht auf mich verlorn.
Freigesprochen durch den Sohn
fängt ein neues Leben in mir an.
Er hat den Schuldschein mit seinen Forderungen gegen uns für ungültig erklärt. Mit anderen Worten, es war richtig und gerecht, dass wir sterben. Unsere Sünden verdienten den Tod.
Der Tod hatte ein Anrecht auf uns. Aber nun hat Christus den Schuldschein mit seinen rechtmäßigen Forderungen gegen mich und gegen dich ans Kreuz genagelt. Und damit hat der Tod sein Recht auf uns verloren.
Wir sind freigesprochen durch den Sohn. Ein neues Leben fängt mit uns an. Er hat die Herrscher und Gewalten völlig entwaffnet und ihn vor aller Welt an den Pranger gestellt.
Durch das Kreuz hat er den triumphalen Sieg über sie errungen, heißt es in Kolosser 2,15. Und über diesen Sieg singen wir jetzt auch in der zweiten Strophe:
Vers 2
Es ist so viel leichter ohne die Last.
Alle Verdammnis nahm Jesus mir ab.
In all meinen Kämpfen hat er schon gesiegt.
Sein Sieg ist auch meiner, weil er in mir lebt.
In Römer 6,4 heißt es: „Wie Christus auferweckt ist von den Toten, so sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.“
Sein Sieg hat den Herrscher völlig entwaffnet. Der Teufel hat ja eine Waffe gegen uns. Das ist unsere Schuld, die er rechtmäßig gegen uns anwenden kann.
Aber durch seinen Sieg am Kreuz hat Christus dem Teufel diese Waffe aus der Hand genommen. Er hat ihn völlig entwaffnet und ihn an den Pranger gestellt und durch das Kreuz den Sieg errungen. Und das ist ein Sieg, der uns auch gilt.
Darüber jubelt Paulus im 1. Korinther Brief, Kapitel 15 Verse 54b-58:
„Der Tod ist verschlungen vom Sieg. „Tod, wo ist denn dein Sieg? Tod, wo bleibt dein Stachel?“ Der Giftstachel des Todes ist die Sünde, und die erhält ihre Kraft durch das Gesetz. Doch Gott sei Dank! Durch Jesus Christus, durch unseren Herrn, gibt er uns den Sieg! Darum bleibt standhaft, liebe Geschwister, lasst euch nicht erschüttern! Tut immer euer Bestes für die Sache des Herrn, denn ihr wisst: In Verbindung mit dem Herrn ist eure Mühe nie umsonst.“
Weil er uns durch Christus den Sieg gibt, sollen wir standhaft und unerschütterlich bleiben. Weil er uns zu Siegern macht, sollen wir unseres Bestes für die Sache des Herrn geben.
Aber was in diesem Lied leider fehlt oder nur angedeutet wird und vielleicht mehr Betonung haben könnte, ist, dass das Evangelium nicht nur diesen Zuspruch der Freiheit hat, sondern auch den Anspruch des Evangeliums an unser Leben.
Im 1. Korinther 15, nachdem Paul hier über den Sieg gejubelt hat, sagt er: „Darum (weil ihr den Sieg habt), bleibt standhaft, liebe Geschwister, lasst euch nicht erschüttern! Tut immer euer Bestes für die Sache des Herrn, denn ihr wisst: In Verbindung mit dem Herrn ist eure Mühe nie umsonst.“
Das erlebte Evangelium erhebt einen Anspruch auf uns. Ein Anspruch für das Lob über den Sieg, über die Freude in der Erleichterung des neuen Lebens. Und darüber hinaus, weil Christus uns den Sieg gibt, sollen wir standhaft und unerschütterlich bleiben.
Weil Christus uns zu Siegern macht, sollen wir unser Bestes für die Sache des Herrn geben. Der Sieg am Kreuz garantiert: Unser Dienst für den Herrn wird nicht vergeblich bleiben.
Ich wünschte mir, dass dieser Anspruch des Kreuzes vielleicht in dem Lied etwas mehr zum Tragen kommt, obwohl das neue Leben hier auch angedeutet wird. Wir müssen aber mehr mit Leben füllen, was dieses Leben ist.
Und hier kommen wir jetzt zu der Bridge oder zu diesem Lob, das wir Gott geben, dass auch wir Teilhaber von diesem Evangelium sind.
Bridge
Ich sing Halleluja, dem, der für mich starb.
Ich sing Halleluja, drei Tage lag er in dem Grab.
Halleluja, weil er nicht dortblieb.
Ich sing Halleluja. Jesus hat den Tod besiegt.
Und so reiht sich dieses Lied ein in das Lob des Volkes Gottes über den Erlöser, wie schon im Alten Testament, im Psalm 103, 1-4: „Lobe den HERRN, meine Seele… der dir alle deine Sünden vergibt.“ Oder auch das Lob in der Ewigkeit aus Offenbarung 5,9: „Du bist würdig… denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft.“
Halleluja, dem, der für uns starb!
Oh am Kreuz, dort ist der Sieg für dich und mich errungen. Und ich hoffe, wenn du das nächste Mal dieses Lied von ganzem Herzen singst, erinnerst du dich an den Zuspruch der Freiheit, aber auch an den Anspruch des Evangeliums, dass wir in der Auferstehung auch leben sollen – mit Konsequenzen für mich und dich – zum Lobe seiner Herrlichkeit.
