Impulse für Lieder – Halleluja, denn der Herr unser Gott regiert

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Dieses Lied – die deutsche Fassung von „Agnus Dei“ von Michael W. Smith – führt uns direkt hinein in die Visionen der Offenbarung des Johannes.

Bekannt ist das Lied unter dem Titel „Agnus Dei,“ das Lamm Gottes. Oder aber auch im Deutschen unter dem Titel „Halleluja, denn der Herr unser Gott regiert.“

Dieses Lied ist im Jahr 2000 bekannt geworden.

Die Gemeinde darf heute schon die Themen der Offenbarung singen. Sie darf einen Blick hinter den Vorhang der Ewigkeit wagen.

Jedes Lied aus der Offenbarung hat eine besondere Bedeutung. Zunächst einmal fällt mir auf, dass der Kontrast zwischen heute und dem Gesang wie er in der Zukunft stattfinden wird nicht größer sein könnte. Heute singen wir mit gebrochenen Stimmen. Dort aber mit vollkommenen Stimmen.

Wir singen mit gebrochenen Stimmen

Hier auf der Erde ist Lob oft mühsam.

Wir singen mit müden Herzen, offenen Fragen und manchmal auch gegen inneren Widerstand.

Und doch heißt es in Offenbarung 19,6:

„Halleluja, denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten.“

Er regiert!

Und genau davon singen wir im Vers:

Halleluja, halleluja,

denn der Herr unser Gott er regiert.

In der Offenbarung wird dieses Halleluja auch nicht in einer perfekten Welt gesungen –
sondern mitten im Kampf.

Die ersten Christen, die diese Worte hörten, lebten unter Druck, Verfolgung, Unsicherheit.
Und trotzdem sieht Johannes im Himmel ein Volk, das singt. Wenn auch manchmal mit gebrochenen Stimmen.

Warum?
Weil Gottes Herrschaft nicht erst kommt – sie ist schon Realität. Und auch wenn unsere Stimmen gebrochen sind, wissen wir dass das wovon wir singen fest ist. Denn:

Unsere Lieder sind Proben

Wenn wir heute „Heilig bist du, Herr“ singen,

Heilig, heilig bist du, Herr,

der Allmächtige.

Würdig ist das Lamm,

dann kämpfen wir manchmal noch gegen Zweifel. Ist Gott wirklich Allmächtig? Reicht das Werk des Lammes auch für mich? Reicht seine Gnade?

Deshalb sind die Lieder der Offenbarung so wichtig. Sie sagen uns, dass das was wir hoffen einmal erfüllt werden wird.

Wir üben eine Wirklichkeit ein, die eines Tages vollkommen sein wird.

In Offenbarung 19 bricht der Himmel in Jubel aus: „Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten!“

Das ist das Ende der Geschichte. Es wird für alle unübersehbar sein.
Und jedes Mal, wenn wir dieses Lied singen, stellen wir uns innerlich auf dieses Ende ein.

Wenn wir heute auf Christus bauen, bauen wir auf denjenigen der einmal regieren wird.

Wir sagen:
Die Nacht ist nicht das Ende.
Der Kampf ist nicht das Ende.
Gott ist das Ende, und der Neuanfang.

Ein Volk, das singt – aus Fülle

Wir singen mit gebrochenen Stimmen, und proben für die Ewigkeit, denn wir sehen in der Zukunft ein Volk das aus der Fülle singt. Das macht Mut.

Genau das zeigt die Offenbarung:
Niemand wird dort gezwungen zu singen.
Anbetung ist dort keine Disziplin, sondern Reaktion.

Sie sehen Gott und was er tut und dann singen sie.

Warum?

Weil dann alles heil ist.
Weil das Lamm sichtbar regiert.
Weil Gott „alles in allem“ ist.

Heute singen wir manchmal gegen unsere Gefühle an. Aber dort werden wir aus überfließender Freude singen.

Heute ist unser Lob oft eine Entscheidung. Doch dort wird unser Lob unser Wesen, unsere Natur sein.

Was heißt das für uns heute?

Dieses Wissen über die Ewigkeit verändert, wie wir dieses Lied singen.

Wenn wir „Halleluja“ singen, dann ist das nicht nur Musik. Es ist Widerstand gegen Hoffnungslosigkeit.

Wenn wir „Heilig bist du, Herr“ singen, dann richten wir unseren Blick weg vom Chaos – hin zum Thron.

Wenn wir „Würdig ist das Lamm“ singen, dann erinnern wir uns:
Die Geschichte gehört nicht den Mächtigen dieser Welt, sondern dem geopferten Lamm das auf dem Thron sitzt.

Und vielleicht ist genau das der Punkt:

Jeder Gottesdienst ist eine kleine Generalprobe für die Ewigkeit.
Jedes Halleluja ist eine Vorwegnahme des Tages, an dem das Lob Gottes keine Anstrengung mehr ist.

Abschluss

Wir singen heute noch mit unseren Grenzen und Zweifel. Aber wir singen auf ein Ziel zu.

Unsere Lieder sind Proben für den Morgen, der keinen Abend mehr kennt.

Also singen wir, Hallelujah. Nicht, weil alles leicht ist.
Also singen wir, Würdig. Nicht, weil wir schon angekommen sind.
Also singen wir, Amen. Nicht, weil alles gut ist.

Wir singen, weil der Herr regiert.

Amen.

Impulse für Lieder

Impulse für Lieder – Wie tief muss Gottes Liebe sein Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte