Impulse für Lieder – Jesus kommt wieder

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Willkommen! Seit der Pfingstkonferenz sind einige Musiker aus dem Chorprojekt hier hinzugestoßen. Schön, dass ihr da seid.

This entry is Teil 26 von 26 in the series Impulse für Lieder

Was hat Himmelfahrt mit deinem Alltag zu tun?

Das Lied dass wir heute in unserer Reihe „Impulse für Lieder“ anschauen möchten spricht mitten in unseren Alltag hinein. Es geht um unsere Aufgabe als Nachfolger Christ mitten in unserem Leben. Dieses Lied haben wir in unserer Gemeinde zu Himmelfahrt neu eingeführt.

Vor wenigen Wochen haben wir Himmelfahrt gefeiert: Die Jünger standen auf dem Ölberg und sahen Jesus in den Himmel auffahren. In Apostelgeschichte 1 lesen wir, wie sie wie versteinert nach oben blickten — bis zwei Engel kamen und sagten:

„Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“

Genau hier stehen wir heute. In der Zwischenzeit. Zwischen dem „Er ist gegangen“ und dem „Er kommt wieder.“ Und in diese Zwischenzeit hinein singen wir:

Es ist die Zeit gekommen, Jesus kommt bald.

Jetzt ist die Zeit zu leuchten, und Hoffnung zu sein.

Das ist ein Aufruf zur Wachsamkeit, ein Auftragslied. Es ist eine der großen Hoffnungen des christlichen Glaubens: Diese Welt läuft nicht ziellos weiter.

Die Geschichte endet nicht im Chaos. Am Ende steht nicht das Böse, nicht die Dunkelheit, nicht der Tod — am Ende steht Christus. Die Hoffnung auf Jesu Wiederkunft führt nicht zu Rückzug, sondern zu Mission.

Wir haben einen Auftrag

Die Jünger sind nicht auf dem Ölberg stehen geblieben und haben weiter nach oben gestarrt. Sie sind nach Jerusalem zurückgegangen, haben gebetet, den Heiligen Geist empfangen — und sind losgezogen. Bis an die Enden der Erde.

Das Lied bringt es auf den Punkt:

Er gab mir einen Auftrag, die Ernte ist reif.

Jesus selbst sagt in Matthäus 9,37: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind die Arbeiter.“ Das ist eine ernste Realität — aber der Text sagt uns auch: Es gibt einen Herrn der Ernte. Um ihn geht es.

Die zweite Strophe macht den Auftrag persönlich:

Mein Leben soll bezeugen, Jesus kommt bald.

Nicht nur meine Worte. Mein Leben. Die Frage ist nicht nur: Kann ich erklären, dass Jesus wiederkommt? Sondern auch: Sieht man meinem Leben an, dass ich auf ihn warte?

Unsere Hoffnung soll sichtbar werden — in unserer Treue, in unserer Liebe, in unserer Geduld, in unserem Umgang mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen.

Und das Lied sagt klar, was diese Welt braucht:

Die Welt braucht Gottes Liebe, die Welt braucht das Kreuz.

Das Kreuz ist der Ort, an dem Gottes Liebe am klarsten sichtbar wurde. Dort trägt Jesus unsere Schuld. Dort öffnet er den Weg zurück zum Vater. Dort sehen wir: Gott redet nicht nur von Liebe — er gibt sich selbst.

Unsere Botschaft ist tief, aber nicht kompliziert: Jesus ist gekommen. Jesus ist gestorben. Jesus ist auferstanden. Jesus kommt wieder.

Wir warten — aber nicht passiv

Der Refrain ist Ausdruck unserer christlichen Hoffnung:

Ich weiß nicht wo und wann, doch ich weiß: mein König kommt.

Wir wissen den Tag nicht. Wir wissen die Stunde nicht. Das hat Jesus uns ausdrücklich vorenthalten. Wir müssen nicht den Kalender Gottes entschlüsseln, wir müssen nicht jede Schlagzeile krampfhaft deuten.

Aber wir wissen das Wichtigste: Er kommt. Und das reicht. Nicht der genaue Zeitpunkt ist unsere Hoffnung, sondern die sichere Zusage Jesu.

Wenn wir das glauben, dann warten wir nicht passiv. Wir sagen nicht: „Diese Welt ist sowieso verloren, also ist alles egal.“ Nein, gerade weil Jesus wiederkommt, leben wir heute anders.

Wir beten mit Jesus: „Sein Wille soll geschehen, im Himmel und hier.“ Wir fragen: Herr, was ist dein Wille — in meiner Familie? An meinem Arbeitsplatz? In meinen Entscheidungen? In meinen Worten?

Die Wiederkunft Jesu macht uns nicht weltfremd. Sie macht uns wach. Sie macht uns mutig. Sie macht uns bereit.

Und solange dieser Tag noch nicht da ist, ist jeder Tag, den wir bekommen, ein Geschenk — und ein Auftrag.

Ich werd von ihm erzähln, die Verlornen solln es hörn.

Vielleicht ist das heute eine ganz konkrete Frage an dich: Wem hast du in dieser Woche von Jesus erzählt? Mit einfachen Worten. Einem ehrlichen „Ich bete für dich.“ Einer Einladung.

Warum ist Jesus eigentlich noch nicht wiedergekommen? In 2. Petrus 3,9 steht:

„Der Herr verzögert nicht die Verheißung, sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.“ Gott ist geduldig — weil noch Menschen gerettet werden sollen. Weil noch Gnade angeboten wird.

Wir sind das Licht — Maranatha

In der Bridge singen wir:

Wir, deine Kirche, sind das Licht, das für dich brennt.

Das ist genau das, was Jesus in der Bergpredigt gesagt hat: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5,14)

Wir leuchten nicht, weil wir so stark, so klug oder so beeindruckend sind. Wir leuchten, weil Christus in uns lebt. Kirche ist nicht einfach ein Gebäude — Kirche ist das Volk Gottes. Menschen, die in dieser Welt brennen, nicht für sich selbst, sondern für ihn.

Die ersten Christen hatten ein Wort, das alles zusammenfasst: Maranatha. Aramäisch. Es heißt: „Unser Herr, komm!“ — oder auch: „Der Herr kommt.“ Gruß und Gebet zugleich.

Eine ganze Lebenshaltung in einem Wort: Wir leben mit beiden Füßen in dieser Welt — aber unser Herz ist schon bei dem, der kommt.

Maranatha ist Motivation: Jesus kommt — wir haben nicht ewig Zeit.

Maranatha ist Trost: Jesus kommt — das Beste kommt noch.

Lasst uns so leben. Wachsam. Brennend. Mit einer Botschaft auf den Lippen und mit Hoffnung im Herzen. Jesus kommt wieder. Bis dahin: Lasst uns leuchten.

Maranatha. Amen.

Impulse für Lieder

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