Herr aller Zeit

Posted in

ein Beitrag von:

This entry is Teil 28 von 28 in the series Impulse für LiederImpulse für LiederImpulse für Lieder – Du bist genug Impulse für Lieder – Gott mein Fels Herr aller […]

This entry is Teil 28 von 28 in the series Impulse für Lieder

 Was bedeutet es eigentlich, wenn wir sagen: Gott ist der Herr aller Zeit? 

Die Bibel beschreibt Gott so:  „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende“ (Offenbarung 22,13). 

Gott steht über der Zeit. Er ist nicht gebunden an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – für ihn ist alles gegenwärtig. 

Und im Psalm heißt es:  „Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist“ (Psalm 90,4). 

Zeit ist für Gott kein begrenzender Rahmen. Er hält sie in seiner Hand. Nichts überrascht ihn. Nichts gerät ihm außer Kontrolle. 

Und genau deshalb kann wir lernen ihm mehr und mehr zu Vertrauen.  Denn wenn Gott der Herr der Zeit ist, dann ist auch meine Zeit – mein Leben – in seiner Hand. 

Mit diesem Gedanken hören wir die erste Strophe: 

Wenn die Welt auch tobt, 
Herrscher komm’n und gehn, 
bleibt ein König doch 
alle Zeit bestehn. 

Was für eine schöne Formulierung dieser biblischen Wahrheit: „Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8). 

Alles verändert sich – aber Gott bleibt. Das ist ein fester Boden in einer unsicheren Welt. 

Die zweite Strophe geht noch persönlicher hinein: 

Wenn mich Furcht befällt 
vor der dunklen Nacht, 
bin ich nicht allein, 
weil er mich bewacht.

Und Gott sagt selbst:  „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir“ (Jesaja 41,10). 

Gott ist nicht nur Herr der Weltgeschichte – er ist gegenwärtig in deiner ganz konkreten Situation.  Und dann dieser starke Satz: 

Er nennt mich sein Kind, 
seine Liebe bleibt…

Die Bibel sagt:  „Seht, welche Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen – und wir sind es!“ (1. Johannes 3,1) 

Das ist Identität. Der Herr der Zeit ist dein Vater. Und seine Liebe ist nicht befristet – sie bleibt. 

In der dritten Strophe geht der Blick nach vorne: 

Auch wenn ich nicht weiß, 
was die Zukunft bringt…

Das ist ehrlich. Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, wer kommt: 

…kommt mein Retter bald, 
und ich wart auf ihn.

Jesus sagt: „Siehe, ich komme bald“ (Offenbarung 22,12). 

Die Zeit läuft nicht ins Leere – sie ist kein ewiger Kreis – sie läuft auf eine Begegnung zu. 

Meine Freude wird 
dann vollkommen sein, 
wenn ich steh vor dem Herrn aller Zeit.

Paulus schreibt:  „Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild… dann aber von Angesicht zu Angesicht“ (1. Korinther 13,12). 

Der Herr aller Zeit verheißt nicht einfach ein besseres Leben hier. Das Ziel ist Gemeinschaft mit Gott in Ewigkeit. 

Und genau hier bekommt der Chorus sein ganzes Gewicht: 

Er, der Höchste, er, der Erste, 
hält die Zeit in der Hand, 
denn sein Thron steht felsenfest und hat Bestand.

Das bedeutet: Gott ist nicht Teil dieser Welt – er steht über ihr. Sein Thron wankt nicht. Er muss nicht reagieren, nicht kämpfen, nicht um Macht ringen. Er regiert. 

Die Bibel sagt: „Der HERR hat seinen Thron im Himmel errichtet, und sein Reich herrscht über alles“ (Psalm 103,19). 

Das ist der Grund, warum wir vertrauen können:  Nicht weil alles um uns herum stabil ist – sondern weil er unveränderlich, unverrückbar und unerschütterlich ist. 

Er ist mächtig, er ist herrlich, 
ich vertrau ihm allein…

Das ist eine Entscheidung. Vertrauen passiert nicht automatisch. Gerade wenn die Zeit unsicher ist, wenn Dinge unklar sind, dann stellt sich die Frage: Worauf baue ich? 

Dieser Chorus ist damit eine klare Einladung zum Vertrauen: 

Nicht auf Umstände. 
Nicht auf Sicherheiten dieser Welt. 
Sondern auf Gott allein. 

Warum? 

…denn mein Gott ist der Herr aller Zeit.

Das ist nicht nur eine theologische Aussage über Gott.  Das ist ein persönliches Bekenntnis. 

Mein Gott. Der Herr meiner Zeit. 

Vielleicht wird genau das heute dein Satz: Meine Zeit steht in deinen Händen. 

Und vielleicht wird daraus Vertrauen – mitten in deiner ganz realen, heutigen Zeit. 

Impulse für Lieder

Allein deine Gnade genügt