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Musik – Fokus oder Nebensache?

Danke an alle, die in den letzten Wochen bei der Umfrage teilgenommen haben. Ihr habt Bestätigung, Ergänzung und Impulse weitergegeben. Vielen Dank. Für alle, die es noch tun wollten, die Umfrage ist noch aktiv geschaltet. Den Link dazu findet ihr in der Rundmail von vor zwei Wochen. Heute möchte ich (endlich) wieder einen Studentenbeitrag anbringen. Kevin Neufeld denkt und schreibt ganz nah am Alltag von jedem von uns. Viel Freude beim Lesen.

Musik – Fokus oder Nebensache?

Musik ist eines der wunderschönsten Dinge, die Gott geschaffen hat. Sie muntert auf an schlechten Tagen und hilft die ein oder andere langweilige Lücke im Alltag zu überbrücken. Auf der anderen Seite dient sie als Mittel zur Anbetung – doch hören wir genau hin?

Bis ins 19. Jahrhundert war Musik oft nur dem wohlhabenderen Teil der Bevölkerung vorbehalten. Also von ungefähr 6000 Jahren Menschheitsgeschichte hat man ca. 95 % davon ohne die Möglichkeit gelebt, ständig seinen impulsiven Musikwunsch zu verwirklichen. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich brauchte erstmal einen Moment um das zu verarbeiten.

In einer Zeit, in der es weder Spotify noch Smartphone gab, war man an bestimmte Orte, an denen man musizierte, gebunden oder man nahm es selbst in die Hand.

Heutzutage ist es eine Selbstverständlichkeit geworden. Ob im Auto, im Supermarkt oder beim Bügeln daheim: Musik macht einen großen Teil unseres täglichen Inputs aus.

Dabei werden nicht nur unsere Emotionen, sondern auch unsere Gedanken von der gehörten Musik beeinflusst und gelenkt.

Ich habe mich gefragt, wie häufig ich eigentlich bewusst Musik im Alltag höre, anstatt sie nebenbei als Mittel gegen Langeweile oder zur Bewältigung unangenehmer Aufgaben benutze. Das Ergebnis sollte nicht überraschen: Letzteres macht den wesentlich größeren Teil aus!

Musik ist sowas wie eine kleine Propaganda-Maschine im Gehirn. Das hört sich erstmal komisch an, aber wir alle kennen längst ein Wort für dieses Phänomen: OHRWURM!

Dieses Phänomen kann, gerade wenn es um die Anbetung Gottes geht, sowohl Vorteil als auch Nachteil sein.

3 Gründe, bewusst Musik zu hören

Im Folgenden möchte ich dir 3 Gründe nennen, warum es sich lohnt, bewusst Musik zu hören, gerade wenn es um Lobpreis geht

1. Prüft alles, das gute behaltet

Bevor du den erstbesten Song mit packender Melodie in deine Playlist packst, prüfe zuerst die Aussagen des Textes und lasse dich nicht nur von der musikalischen Atmosphäre beeinflussen! Beim bewussten hinhören wird der Appell aus 1. Thessalonicher 5,21 wesentlich einfacher umzusetzen sein.

2. Lass dem Feind keinen Raum

Verführung passiert immer bei schönen Dingen. Musik ist eines davon. Der Feind schleicht sich meist da ein, wo du es am wenigsten erwartest (2. Korinther 11,14)!

In Hesekiel 28,16 lesen wir, dass Satan, bevor Sünde in ihm gefunden wurde, im Himmel wohl einen musikalischen Auftrag hatte. Ein Grund mehr, ihm gerade in diesem Gebiet Versuchung zuzutrauen!

3. Schätze die Schöpfung des Schöpfers

In Lobpreisliedern wird Gott sehr häufig unter dem Hintergrund seiner Schöpfung angebetet. In Psalm 104 spricht der Psalmist von der großartigen Schöpfung Gottes.

Dabei ist doch die Musik selbst Teil der Schöpfung!

Wer häufig im Wald joggen geht, wird es kennen: Sobald man mal eine kurze Verschnaufpause braucht und innehält, sieht man erst wie wunderschön eigentlich die Natur um einen herum ist.

Das Gleiche gilt auch für Musik! Nimm dir Zeit, um Gottes Schöpfung zu genießen!

Wie sieht es bei dir aus?

Hörst du bewusst Musik oder ist es eine angenehme Begleiterscheinung und bestenfalls hilfreich, um unangenehme Hausarbeit zu bewältigen?

Ich möchte dir Mut machen deine Playlist zu prüfen und zu hinterfragen, mit welchen Liedern du deine körpereigene Propaganda-Maschine füttern willst und welche Lieder vielleicht keinen positiven Einfluss auf dich haben!

Kommentare

9 Kommentare

  1. Moin! Oben müsste es Hesekiel 28,13 heißen (nicht 28,26) 😉

    • Hallo. Es war tatsächlich Hesekiel 28,16 gemeint.

  2. Das Thema beschäftigt mich schon länger. Hier gut zusammengefasst.
    Ich denke besonders Lobpreis sollte kein Abfallprodukt unseres Alltags sein.

  3. Passt die Bibelstelle, die unter dem 2.Punkt angegeben ist?

    • Hallo Erik. Es sollte wohl Hesekiel 28,16 sein. Danke für den Hinweis

  4. …mit „Hesekiel 28,26“ ist wahrscheinlich Vers 16 gemeint. Trotzdem erschließt sich mir aus dem Bibeltext nicht, was darauf hinweist, dass „der Feind“ einen musikalischen Auftrag hatte. Aus der Engelgattung „Cherum“ ist dies meines Achtens nicht möglich….

    • Hallo lieber Viktor. Danke für deinen Input.
      Bei der Hesekiel 28,16 Stelle stoßen wir tatsächlich auf eine Situation, die sehr unterschiedlich ausgelegt worden ist.
      Manche sehen hier lediglich das Gericht Gottes über den König von Tyrus. Andere erkennen über den historischen Kontext des Königs von Tyrus hinaus auch Parallelen zum Fall und Gericht des Luzifer.
      Wieder andere erkennen, aufbauend auf die zweite Auslegungsvariante, noch ein interessantes Detail in der Beschreibung „du schirmender Cherub“. In der Bibel finden wir Cherubim dort, wo der Zugang zu etwas Heiligem geschützt werden soll. So bewachten Cherubim den Zugang zum Garten Eden (1. Mose 3,24). Zwei Cherubim bedecken den Sühnedeckel der Bundeslade (2. Mose 25,22). Gott sprach zu Mose durch die beiden Cherubim (4. Mose 7,89), und Gott Thront über den Cherubim (1. Samuel 4,4).
      Wenn Luzifer als schirmender Cherub bezeichnet wird, dann beschreibt das eine besondere Stellung unter den Engeln als einer, der die Heiligkeit oder Herrlichkeit Gottes bewacht; als einer, der unter dem Thron dient. Da nun die Engel im allgemeinen zum Lob Gottes geschaffen sind (z.B. Psalm 148,1-2.5) sehen manche Luzifer („Engel des Lichts“) als den Engel an, der das Lob der Engel vor den Thron Gottes brachte und darauf Acht hatte, dass es der Herrlichkeit Gottes gemäß in Würde geschah. Manche Theologen gebrauchen daher Worte wie „Lobpreisleiter des Himmels“, oder „Himmlischer Anbetungsleiter“ um die Aufgabe Luzifers vor seinem Fall zu beschreiben.
      Ich schrieb diese Erklärung, um den theologischen Hintergrund zu Kevins Aussage zu erläutern. Man erkennt schnell, dass diese Auslegung einige Schritte durchlaufen muss, um am Ende zu der Aussage zu kommen, die Kevin machte. Sie mag manchem etwas weit hergeholt erscheinen, und ich muss zugeben, dass ich absolute Aussagen über die Himmelswelt eher skeptisch betrachte. Zu viel liegt da im Verborgenen. Was ich jedoch festhalten möchte ist folgendes:
      – Luzifer war einmal ganz nah an der Herrlichkeit Gottes dran, und trotzdem versündigte er sich und fiel. Das allein ist eine Warnung für uns.
      – Luzifer stellte Gottes Würde und Ehre in Frage, als er die Selben für sich in Anspruch nahm. Auf diese Denkweise vielen dann auch Adam und Eva herein, als sie es besser zu wissen meinten als Gott. Um den Punkt 2 von Kevin noch einmal aufzugreifen. Wann immer wir vom Lob Gottes, von der Hingabe zu ihm und vom Leben nach seinem Willen abgelenkt werden; wenn wir also aufhören Gott anzubeten, dann hat Satan ein wichtiges Ziel in uns schon erreicht und wir sind den ersten Schritt des Weges gegangen, den er bis zu seinem Fall beschritten hat. Daher Kevins Warnung „Lass dem Feind keinen Raum.“

  5. Gute Gedanken und wichtiger Appell, Musik und Lieder fokussierter wahrzunehmen. Problem bei Punkt 2 – die Aufforderung ist gut, aber die Begründung schwammig und fragwürdig. Vermutlich ist Hesekiel 28,16 gemeint, aber da geht es in erster Linie um den König von Tyrus. Wo kommt dort Musik vor?

    • Hallo David. Danke für deinen Beitrag. Ich habe dazu im Kommentar von Viktor Sukkau eine längere Erklärung verfasst.


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