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Führungsstrategie: Freude

Ich las kürzlich ein sehr ermutigendes Buch von Robert J. Morgan, „Mastering life before it is to late: 10 biblical strategies for a lifetime of purpose“ [dt. Das Leben meistern, bevor es zu spät ist]. In einem Kapitel spricht Morgan von „Exekutivfreude“. Es geht darum, dass Leiter ganz bewusst ihre innere Freude in positiver Ausstrahlung nach außen tragen. Sie setzen Freude als Führungsstrategie ein. Wir haben nicht immer gute Laune, das stimmt, aber mit Gott haben wir Grund und Ursache zur kontinuierlich wachsenden Freude. Das sollten wir nutzen, um als Leiter Hoffnung und Leichtigkeit auszustrahlen.

Grund zur Freude

Wir haben einen herrlichen Gott. Er liebt die Freude und macht alles, damit wir an seiner Freude teilhaben können.

Gott freut sich über seine Leute:

Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland. Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein.
– 
Zefanja 3,17

Der Vater freut sich über seinen Sohn:

Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!
– 
Matthäus 17,5

Jesus bringt Freude in die Welt:

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
– 
Lukas 2,10

In der Gegenwart Gottes ist Freude die Fülle:

Du tust mir kund den Weg zum Leben:
Vor dir ist Freude die Fülle
und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
– Psalm 16,11

Gott und der ganze Himmel freuen sich über jeden Sünder, der Buße tut:

Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
–Lukas 15,7

Gott selbst bringt durch seinen Geist die Freude in uns zum Vorschein:

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.
– 
Galater 5,22-23

Jesus ist unser Grund zu Freude. Unsere Freude ist nicht gegründet auf Wunschdenken, positiven Bewusstsein oder naiven Hoffnungen.

Unsere Freude ist ein Geschenk. Sie gründet sich auf die Person und das Werk unseres Gottes.

Doch wie jedes Geschenk Gottes ist Freude nicht ein Selbstzweck. Gott hat etwas damit vor.

Verändernde Freude

Wer sich freut, wird selbst verändert.

Ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter
– Sprüche 15,13

Freude verändert unseren Charakter. Sie ist eine Haltung, die wir bewusst einnehmen. Wir verankern sie tief in uns. Wir lassen sie wachsen.

Die Freude am Herrn macht uns stark. Wir werden angenehmer für andere Menschen. Effektive Leiter tragen hin und wieder auch ein Lächeln auf dem Gesicht.

Diese Freude entsteht im Herzen. Sie ist alles andere als gekünstelt, denn sie nährt sich an Gott selbst.

Wir bauen diese Freude bewusst aus, indem wir nach immer größerer Erkenntnis Gottes suchen (Sprüche 15,14). „Das Herz des Verständigen sucht Erkenntnis.“

Das Ergebnis der Erkenntnis ist eine größere Freude an Gott.

Eine Begegnung mit Gott, wird uns nicht unverändert lassen. Denn ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter.

Sei ernsthaft fröhlich und fröhlich ernst. Religion war nie dazu gedacht unsere Freude zu schmälern.
– Isaac Watts.

Übertreffende Freude

Wer sich an Gott freut, hat immer Grund dazu.

Ein fröhliches Herz ⟨hat⟩ ein ständiges Festmahl
– Sprüche 15,15

Biblische Freude macht jeden Tag zum Fest. Sie übertrifft irdische Sorgen und Lebensumstände. Sie macht uns widerstandsfähig.

Die Freude dieser Welt muss das Schwierige ausblenden, um zu funktionieren. Sie will ablenken und unterhalten.

Doch die Freude Gottes ist krisenfest. Sie besteht in, durch und trotz Schwierigkeiten. Sie kann dies tun, weil sie eine alles übertreffende Freude ist.

Der Ursprung dieser übertreffenden Freude ist interessanterweise Furcht. Nach Sprüche 15,16 ist sie das Resultat der Furcht des Herrn: „Besser wenig in der Furcht des HERRN“

Wenn wir den Herrn fürchten, dann brauchen wir vor nichts anderem mehr Angst zu haben.

Widerstandskraft benötigt kontinuierliche Nahrung und Unterstützung. In Sprüche 15,17 lernen wir, dass die Liebe Gottes die Quelle dazu ist: „Besser ein Gericht Gemüse, und Liebe ist da.“

Wer Gott bewusst anbetet und dadurch in enger Beziehung zu ihm lebt, kann diese Liebe erfahren.

Diese Freude im und am Herrn ist weder aufgesetzt noch vorgespielt. Sie hat ein starkes Fundament in der täglichen Beziehung mit Gott.

Und diese Beziehung mit Gott ist wie „ein ständiges Festmahl.“

Ansteckende Freude

Wer Freude nach außen trägt, steckt andere an.

Leuchten der Augen erfreut das Herz ⟨anderer⟩
– Sprüche 15,30

Freude ist ansteckend. Schlechte Laune auch. Natürlich geht es uns nicht immer gut und manchmal müssen wir unserem Frust und unseren negativen Gefühlen auch Luft machen.

Doch wenn wir in Leitungsverantwortung stehen, dann müssen wir uns den Ort dafür sehr gut aussuchen. Die Emotion, die wir vermitteln, transportiert und vermehrt sich in unserem Team.

Bei aller Wertschätzung für Transparenz und Ehrlichkeit müssen wir darauf achten, dass sie nicht unserer Leitungsaufgabe im Weg steht.

Freude im Dienst ist keine hilfreiche Ergänzung für Leiter, sondern ein absolutes Muss.
– Robert J. Morgan

Wie gehen wir dann aber mit unseren negativen Gedanken und Gemütszuständen um? Morgan rät: „Spreche nur vor den Leuten offen über deinen inneren Zustand, die es ertragen und möglicherweise auch helfen können.“

 

Exekutivfreude ist die Freude an Gott von Leitern strategisch eingesetzt. Sie wird dich selbst verändern, sie übertrifft alle Lebensumstände und sie wird Menschen in deinem Umfeld anstecken. Sie ist nicht zu unterschätzen, denn „die Freudeam Herrn ist eure Stärke.“

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