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Anbetung – Trend oder zeitlos

Diese Woche kommt der Impuls wieder von einem meiner Studenten. Es war echt ein Vorrecht John Alerbon in meinem Unterricht dabei zu haben. Seine Beiträge waren immer durchdacht und herausfordernd. Er beginnt seinen Blog so: Gibt es Dinge, die zeitlos sind? Oder befinden wir uns nur in klar definierten und begrenzten Räumen der menschlichen Natur? Wir Menschen definieren uns oft über ein den kleinsten gemeinsamen Nenner und leben in launigen und schnell wandelnden Phasen. Ist Anbetung auch wieder nur ein vorübergehender Trend? Oder steckt dahinter etwas zeitloses? Anbetung – ein oft unterschätztes Thema.

Psalm 34,2 „Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.“

Anbetung – Trend

Vor einiger Zeit stoppte mich ein guter Freund in einem Gespräch mit dem Satz: „John, heute nicht.“

Ich sah keinen Zusammenhang und bat ihn, doch bitte präziser zu werden. Er hatte keinen guten Tag und bat mich Gott doch bitte in den Gesprächen außen vor zu lassen.

Kennen wir diese Tage? Tage, an denen wir von Termin zu Termin hetzen und komplett von Aufgaben und Arbeiten überhäuft sind? Wir ersticken buchstäblich daran und schnappen nur noch nach Luft zum Atmen.

Sind uns Phasen von gefühlt nicht endenden Enttäuschungen bekannt? Wir sehen kein Land mehr und befinden uns nicht selten orientierungslos in einem Ozean.

Wir Menschen versuchen jeden Tag, die Kontrolle über unser Leben zu behalten. Der Kontrollwahn zeichnet uns aus. Wir sind Künstler darin, Dinge zu planen.

Doch was passiert, wenn es dann mal nicht so klappt, wie wir es uns vielleicht vorgestellt haben?

Wie oft kommen wir an unsere Grenzen? „Leben am Limit!“ Alles dreht sich um den Erhalt unserer Existenz. Wir sind umgeben von Druck – kaum möglich, dem zu entfliehen.

Zeitlose Momente

Dann, ein Lichtblick! Wir haben mal einen guten Tag. Alles läuft nach Plan.

Wir kommen sogar dazu, auch mal wieder in der Bibel zu lesen und an Gott zu denken. Wir stellen fest, „du bist da, du existierst! Du lebst!“

Wir versinken in Anbetung und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Gnade, Barmherzigkeit, Liebe. Uns wird wieder klar, es gibt so viel mehr… Wir sind gewollt, begnadet, geliebt und beschenkt mit DER Hoffnung.

Dankbarkeit und Anbetung bestimmen den Tag! Heute passt es einfach wunderbar.

Alltagstrott

Es wird dunkel. Die Nacht beginnt, der nächste Morgen bricht auch wieder an und, oh Wunder, wir befinden uns wieder im Hamsterrad unseres Lebens.

Gott? Ja, das war gestern. Heute finde ich keinen Platz für dich. Anbetung ist Vergangenheit.

Diese Wechsel bestimmen nur zu oft unser Leben. Wir haben natürlich auch gelegentlich wieder gute Phasen, wo es uns leicht fällt, Gott zu anbeten. Aber reicht das aus?

Ist Anbetung von unseren menschlichen Aufgaben und Abläufen des Alltags abhängig, oder von unseren unbeständigen Gefühlen? Ist das Thema nur etwas für zwischendurch, wo es mir vielleicht gut in den Kragen passt?

Anbetung – Zeitlos

Nein, Anbetung ist keine Mode für besonders emotionale Christen. Wir alle sind nämlich bestimmt zur Anbetung! Gott hat uns dazu erschaffen.

Er selbst ist zeitlos und erwartet von uns ein hingegebenes und entschiedenes Leben. Es ist kein Gefühl, welches uns aufgrund seiner Unbeständigkeit gar nicht erst definieren kann, sondern ein beständiger Lebensinhalt, eine Entscheidung.

Anbetung bedeutet, sich ganz auf Gott auszurichten. Durch Anbetung geben wir der Realität Gottes in unserem Bewusstsein und in unserem Herzen Raum. Und wir pflegen eine ganz intensive und praktische Beziehung zu ihm.

Anbetung gehört nicht nur in kurze Phasen des Gottesdienstes, sondern sollte unseren Alltag prägen. Welchen Stellenwert geben wir dem Thema? Ist es eher eine Randnotiz, oder leben wir zeitlose Anbetung?

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