Skip to content

Kinderchor – Alternativlos

Ich bin in einer Gemeinde aufgewachsen, wo es einen lebendigen und innovativen Kinderchor gab. Wir sangen in Gottesdiensten, machten Weihnachtsprogramme und fuhren gemeinsam auf Zeltlager. Hier habe ich meine Stimme gefunden, im Stimmbruch wieder verloren und doch den Spaß am Singen für mich entdeckt. Ich habe gelernt die zweite Stimme zu singen, dass es auch leise geht, dass das Auswendiglernen funktionieren kann und irgendwie auch, dass es sich lohnt an etwas wichtigem regelmäßig dranzubleiben. Diese Erfahrung führt mich zu der steilen These im Titel: Kinderchor ist alternativlos.

1. Sie lernen singen

Wer die Bibel kennt, der weiß, wie oft zum Singen eingeladen, ja sogar befohlen, wird. Mehr noch, alle Generationen sollen in das Lob Gottes mit einstimmen.

Ich persönliche verbinde viele wunderbare Erinnerungen mit meiner Zeit im Kinderchor. Hier konnte ich meine Stimme entdecken und mit meinen Freunden zusammen singen.

Die Gruppe hilft dem Einzelnen, fordert heraus und gibt Raum, sich auszuprobieren. So manche „Solo-Karriere“ nahm in Kinderchor ihren Anfang.

Wer eine solide Chorarbeit in seiner Gemeinde langfristig aufbauen möchte, kommt um den Kinderchor nicht herum.

Natürlich gab es auch schwierige Erlebnisse. Manchmal forderten die Dirigenten zu viel. Manchmal waren sie schlecht vorbereitet. Manchmal machte alles einfach keinen Spaß.

Da ist es wichtig, nicht zu vergessen, dass es bei Kindern nicht in erster Linie um den guten Ton gehen kann. Es geht um das fröhliche Herz, denn…

…Kinder singen dort gern, wo es Spaß macht!

2. Sie lernen dienen

Für einen soliden Musikdienst in der Gemeinde braucht man Musiker, die verstanden haben, was es heißt zu dienen.

Immer wieder werde ich in meiner Gemeindearbeit mit der Frage nach der Nachwuchsförderung konfrontiert. Es gibt tatsächlich einen Mangel an geistlichen Leitern in den Musikdiensten unserer Gemeinden.

Doch wann beginnt die Ausbildung der zukünftigen Leiter? – vor 15 bis 20 Jahren. Hier ein Beispiel aus der Bibel:

13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen. … Da neigte sich Joschafat mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor dem HERRN, um den HERRN anzubeten. Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme.
– 2. Chronik 20,13.18-19 –

In den Versen aus 2. Chronik sind die Kinder mittendrin, als das Volk sich in ihrer Not zu Gott wendet. Sie sind auch dabei, als sie in das Lob Gottes einstimmten.

Sie waren Teil der Gemeinde. Die Tradition dieser Prägung war schon seit Jahrzehnten etabliert. Deshalb gab es die „Söhne der Kehatiter“ und die „Söhne der Korachiter“ überhaupt.

Die frühen Jahre prägen. Das ist uns allen klar. Umso wichtiger ist es doch, die richtigen Dinge zu betonen.

  1. Der Kinderchor gibt den Kindern das Gefühl der Zugehörigkeit. „Ihr seid Teil unserer Gemeinde.“
  2. Der Kinderchor ist eine Bereicherung der Gottesdienste. „Ihr leistet einen wertvollen Beitrag.“
  3. Der Kinderchor ist ein Ort, wo erste Erfolge gefeiert werden können. „Ihr habt euch lange vorbereitet und gemeinsam etwas erreicht. Gut gemacht.“

Diese Botschaften und noch viele mehr prägen sich in das Herz der Kinder. Sie lernen, was es heißt, ein Diener zu sein. Doch zuallererst…

…lernen Kinder das Dienen vom Vorbild der Leiter.

3. Sie lernen Gott kennen

Das Wertvollste von allem ist jedoch dieser letzte Gedanke. Im Kinderchor haben die Jungen und Mädchen die Möglichkeit, Gott ganz bewusst zu erleben.

Was wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben, 4 wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen und der künftigen Generation erzählen die Ruhmestaten des HERRN und seine Macht und seine Wunder, die er getan hat … Damit sie auf Gott ihr Vertrauen setzten und die Taten Gottes nicht vergäßen und seine Gebote befolgten.
– Psalm 78,3-4.7 –

Zunächst einmal singen die Kinder die Wahrheiten Gottes. Sie singen sie sich selbst und den anderen mitten in die Herzen.

Zudem kommt man im Dienst immer wieder in Momente, wo man bewusst um Gottes Hilfe und Beistand betet. Wenn Gott dann hört, haben die Kinder gemeinsam etwas mit Gott erlebt.

Kinderchor ist so viel mehr als musikalisches Ensemble. Es ist Jüngerschaft, Lehre, Verkündigung und Spaß zugleich.

So viel davon hängt von den Leitern ab. Sie müssen Leistung und Spaß in Balance halten, selbst ein Vorbild für Dienerschaft sein und solche Lieder auswählen, die Wahrheiten Gottes vermitteln, denn…

…Kinder lernen Gott durch die Lieder kennen.

Kommentare

Noch kein Kommentar, Füge deine Stimme unten hinzu!


Kommentar hinzufügen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Melde dich für unseren Newsletter an.

Wir würden gern mit dir verbunden bleiben.  So bleibst du über unsere Arbeit auf dem Laufenden und verpasst keinen neuen Beitrag.