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Letzten Sonntag erlebte ich im Gottesdienst ein kleines persönliches Highlight. Mein dreijähriger Sohn zupfte während der Lobpreiszeit an meiner Hose. „Papa, Daniel singt mit“, waren seine eindringlichen Worte. Strahlend zeigte er auf meinen „Großen“. Wir sangen gerade Mutig komm ich vor den Thron und mein Sohn sang mit ernstem Gesicht mit. Für mich war es das erste Mal, ihn so zu sehen. Dass unsere Kinder singen ist hauptsächlich der Verdienst meiner Frau, so viel steht fest. Doch was genau können wir tun, damit die nächste Generation Zugang zum Gesang findet?

Mir ist dazu noch kürzlich ein Artikel von John Bolin zugeschickt worden. Darin beschreibt er 7 Wege, um Kinder zum Singen zu ermutigen.  (der Artikel erschien hier)

Ich werde seinen Artikel zusammenfassen und mit eigenen Gedanken ergänzen.

7 Wege, um Kinder zum Singen zu ermutigen

Singen ist mehr als ein physischer Akt. Für uns Christen hat es eine tiefe geistliche Dimension und Bedeutung.

Die Bibel fordert uns an über 200 Stellen zum Singen auf. Singen ist eine geistliche Disziplin.

Wenn Singen also ein geistiger Akt ist, müssen wir unsere Kinder zu guten Sängern erziehen. Nun, ich sollte wohl auch „gute Sänger“ definieren, oder?

In Gottes Augen und Ohren bedeutet ein guter Sänger nicht, in perfekter Tonlage und im perfekten Takt zu singen. Gute Sänger haben eine unvollkommene Stimme, die aus einem anbetenden Herzen zu einem vollkommenen Gott erklingt.

Als Vater von 5 Kindern unter 10 Jahren sehne ich mich danach, meinen Kindern beizubringen, dass sie sich beim Singen genauso sicher und wohlfühlen wie beim Beten, Bibellesen oder jeder anderen geistlichen Disziplin.

Hier sind also 7 praktische Möglichkeiten, wie meine Frau und ich versuchen, diese Kultur in unserem Haus zu etablieren.

1. Singe selbst!

Kinder tun, was sie uns tun sehen. Wir müssen die Art von Anbetung vorleben, die wir in den Herzen unsrer Kinder kultiviert sehen wollen.

2. Singe überall!

Fülle deinen Alltag mit Liedern. Singe selbst, spiele gute Lieder ab, entwickle Routinen rund um den Gesang.

3. Bringe ihnen Lobpreislieder bei!

Ja, über mit ihnen die Lobpreislieder eurer Gemeinde. Wenn ihr wollt, dass sie im Gottesdienst mitsingen, müssen sie text- und melodiesicher sein.

4. Singe in unterschiedlichen Genres!

Singen sollte Spaß machen. Je mehr man einen Musikstil versteht, umso mehr macht er auch Spaß. Achte also darauf, dass die musikalische Prägung der Kinder nicht zu einseitig wird.

5. Singe als Familie in der Gemeinde!

Wenn du das Vorrecht hast deine Kinder im Gottesdienst in deiner Nähe zu haben, dann nutze dieses Privileg voll aus. Singe mit ihnen, schaue sie an, ermutige sie zum Mitsingen.

6. Erlebt gemeinsam Musik!

Konzerte, Vorträge oder einfach ein bewusstes Durchhören einer CD sind musikalische Erlebnisse, die man mit seinen Kindern gemeinsam machen kann. Besonders einprägsam sind Live-Musik, wie wir alle wissen.

7. Ermutigung nicht vergessen!

Kinder lernen vieles schnell, doch sauber zu singen leider nicht immer so schnell. Wie wichtig es dabei ist, sie nicht zu kritisieren, sondern immer wieder zu ermutigen.

Singen ist eine geistliche Disziplin, nicht nur ein physischer Akt. Wenn wir die Qualität des Gesangs unserer Kinder allein auf den Klang reduzieren, dann prägen wir von Anfang an die falsche Priorität in ihre Herzen.

Ganz zu schweigen von dem Schaden, den das Selbstbild eines Kindes nimmt, das zu hören bekommt, „du kannst nicht singen!“ Heiße Kohlen auf das Haupt eines jeden, der einem kleinen Lobpreiser so etwas antut.

Ich will damit nicht sagen, dass man sein Kind mit einer falschen Vorstellung von Begabung aufbauen sollte. Dennoch sollten wir unser Kind auf den Wegen Gottes zu ermutigen.

 

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