Das singe ich nicht?! (Teil 8) – Wir haben einen größeren Auftrag

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Dieser Beitrag ist Teil 8 von 8 in der Serie Umgang mit Liedern aus schwierigen Quellen

Hilfestellung zum Umgang mit Liedern aus fragwürdigen Quellen

Die einzelnen Teile dieser Blogreihe sind als zusammenhängender Text zu verstehen. Einzelne Aussagen sollten daher immer im Kontext des Ganzen interpretiert werden. Zum Einstieg in dieses Thema empfehle ich, zunächst mindestens Teil 1 zu lesen.

Hier gehts zum Teil 1 – Einführende Gedanken

Hier gehts zum Teil 2 – Argument: Assoziieren

Hier gehts zum Teil 3 – Argument: Unterstützen

Hier gehts zum Teil 4 – Argument: Gutheißen

Hier gehts zum Teil 5 – Weitere Argumente

Hier gehts zum Teil 6 – Was nun? Jedes Lied steht für sich

Hier gehts zum Teil 7 – Was nun? Jedes Lied wirkt im Kontext

Im ersten praktischen Beitrag erzählte ich, wie ich persönlich im Dienstalltag mit diesen Lieder umgehe. Vor allem der Dreischritt: Prüfen, Prägen, Planen kann eine hilfreiche Gedankenstütze für jeden Musikverantwortlichen sein.

Der letzte Beitrag endete mit diesen Worten:

In allem ist Gottes Weisheit und seine Liebe zur Gemeinde absolute Grundlage. Wer seine eigene Agenda durchdrücken will, wird bald nicht nur den Widerstand der Gemeindeglieder zu spüren bekommen.

Wir müssen die Diskussion um den Umgang mit fragwürdigen Quellen richtig einordnen, sonst wird diese Thema schnell zur Hauptsache.

Der erfolgreiche Umgang mit Liedern aus fragwürdigen Quellen hängt schlussendlich von jedem von uns selbst ab. Wir müssen Menschen sein, denen man in dieser Sache vertrauen kann.

Wir haben einen größeren Auftrag

Deshalb ist es in der ganzen Diskussion unerlässlich, so notwendig sie im Einzelfall auch ist, das große Ganze nicht aus den Augen zu verlieren. Wir haben einen größeren Auftrag, als bestimmte Lieder unbedingt zu singen oder diese Lieder unbedingt zu meiden.

Stelle dir in dieser ganzen Sache die Frage, „worum geht es mir eigentlich?“ Sei ehrlich vor Gott und zu dir selbst. Was ist meine eigentliche Aufgabe als Musikleiter in der Gemeinde?[1]

Ich bin überzeugt, dass vertrauenswürdige Leiterschaft in diesem Thema der Schlüssel ist. Wenn wir nachvollziehbare Begründungen für unsere Entscheidungen haben, dann nehmen wir der Diskussion die Schärfe und tragen zum Frieden bei.

Doch was macht vertrauenswürdige Leiterschaft aus?

Vertrauen in Motive

Vertrauenswürdige Leiter haben nachvollziehbare und geistliche Motive. Ihnen sind die richtigen Dinge wichtig und sie streben das positive Wachstum der Menschen an.

Nun entscheide für dich, ob deine Motive mit Gottes Gedankenmesslatte übereinstimmen: „Übrigens, Brüder, alles, was wahr, alles, was ehrbar, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was liebenswert, alles, was wohllautend ist, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, das erwägt!“ – Philipper 4,8

Vertrauen in Ziele

Vertrauenswürdige Leiter haben biblisch begründete und geistliche Ziele. Sie kennen ihren Auftrag und ermutigen andere, an der Erfüllung des Auftrages teilzunehmen.

Besinne dich auf deinen Auftrag, nämlich dass Gottes Ziele durch die Musik in deiner Gemeinde erreicht werden: „Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen, indem ihr in aller Weisheit euch gegenseitig lehrt und ermahnt mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend in euren Herzen in Gnade.“ – Kolosser 3,16

Behalte den Auftrag im Auge. Sei geduldig mit deinen Geschwistern. Entscheide und handle in Weisheit. Tue alles zur Ehre Gottes … und dann singe, oder singe nicht!

[1] Tiefere Gedanken dazu: https://wortundlobpreis.de/2020/12/06/lobpreisleiter-eine-wesentliche-rolle-nicht-nur-musikalisch/

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